Taxi Mama

Klimaschutzbeauftragter Michael Barth erklärt Grundschülern, warum das Elterntaxi umweltschädlich ist

Es ist ein Problem, das jeden Tag vor die Schule fährt: Elterntaxen. Die Hin- und Herkutscherei der Kinder kostet nicht nur viel Zeit, sondern verschmutzt auch die Umwelt. Der Klimaschutzbeauftragte der Stadt Vilshofen, Michael Barth, rechnet vor: „Eine Mutter, die täglich ihr Kind rund 1,5 Kilometer zur Schule fährt und wieder abholt, stößt 16,6 Kilogramm CO2 dadurch aus. Und das pro Woche.“ Barth ist zurzeit an den Grundschulen im Stadtgebiet unterwegs und versucht, Kinder für das Thema Energie zu sensibilisieren. Jetzt war Barth an der Grundschule Aunkirchen. Er fragte gleich nach, welche Kinder aus der 3. Klasse zur Schule gefahren werden. Von 15 Kindern meldeten sich vier. „Das ist schlecht für die Umwelt und vermeidbar.“ Stadtrat Rudi Emmer besuchte zusammen mit dem Vorstand der Raiffeisenbank Vilshofener Land, Thomas Peter, ebenfalls die Stunde mit dem Klimaschutzbeauftragten. Sie brachten einen Energieverbrauchsmesser, ein Helligkeitsmessgerät sowie Temperaturmessgeräte für die Kinder mit. „Jede Grundschule im Stadtgebiet wird mit den Geräten ausgestattet. So kann sichergestellt werden, dass auch in den kommenden Jahren die Kinder altersgerecht an das Thema Energie herangeführt werden. Dafür nehmen wir gerne Geld in die Hand“, erklärte Initiator Thomas Peter.

Sie fanden heraus: „Auch wenn ein Handy-Akku nicht aufgeladen wird, verbraucht das Ladegerät Strom, nur, weil es in der Steckdose steckt.“ – „Und wie kann man das vermeiden?“ – „Indem wir Stromleisten benutzen, bei denen wir den Standby-Knopf drücken können“, beantworteten sie die Fragen. Den meisten Strom benötigte bei den Versuchen der Tageslichtprojektor. Zum Vergleich: Eine alte Lampe benötigt 59,7 Watt, beim Handyladen werden 1,8 Watt verbraucht und der Tageslichtprojektor benötigt 311 Watt. Besonders wichtig bei den Veranstaltungen, die rund 90 Minuten dauern, ist Barth, dass Kinder ihr Bewusstsein rund um Energie ändern. „Selbst kleine Dinge ändern etwas, beispielsweise, wenn man jeden Tag mit dem Bus zur Schule fährt und sich nicht bringen lässt“, erklärte er. Außerdem ist ihm wichtig, dass die Kinder sensibel mit Energie umgehen.

„Wenn sie Energie verbrauchen, dann sollen sie sparsam damit umgehen und möglichst auf erneuerbare Energien zurückgreifen.“ Für den Schulalltag hat Barth Tipps dabei. Wichtig war ihm vor allem das richtige Stoßlüften. „Wer hat Fensterdienst?“, fragte er. Zwei Schüler meldeten sich.

„Der Fensterdienst hat jetzt noch eine wichtige Aufgabe. Neben dem Lüften müssen die zuständigen Schüler auch die Heizung abdrehen. Denn es sind die kleinen Dinge, bei denen man viel sparen kann.“