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Betriebsprüfung – Die häufigsten Fehler kleinerer Unternehmen

Vielen Unternehmern steht allein bei dem Wort der Angstschweiß auf der Stirn: Betriebsprüfung. Tatsächlich stolpern vor allem kleine Betriebe und Existenzgründer über die Prüfer vom Finanzamt. Lesen Sie hier, welche Fehler Sie vermeiden sollten.

Eigentlich haben kleinere und mittlere Betriebe meistens Ruhe: Regelmäßig untersucht werden nur Großkonzerne. Alle anderen Betriebe werden nur stichprobenartig oder bei Verdachtsmomenten geprüft. Die Prüfer auf den Plan rufen können:

  

  • Hohe Einlagen in das Betriebsvermögen bei niedrigem Privatvermögen
  • Verluste über mehrere Jahre
  • Vermögenszuwachs ohne entsprechende Einnahmen
  • Ihr Einkommen deckt nicht einmal die normalen Lebenshaltungskosten
  • Ihr Einkommen steht in keinem Verhältnis zu Ihrem Lebensstil
  • Ihr Gewinn entspricht nicht dem Branchendurchschnitt
  • Starke Schwankungen Ihrer Umsätze ohne erkennbaren Grund
  • Einlage oder Entnahme von Grundstücken in bzw. aus dem Betriebsvermögen
  • Aufgabe des Betriebes oder Änderung der Rechtsform
  • Vorherige Betriebsprüfungen führten zu erheblichen Steuernachzahlungen

  

Wie können Sie sich auf die Prüfung vorbereiten?
Die Betriebsprüfung kann eine oder mehrere Steuerarten und Besteuerungszeiträume umfassen. In der Regel bezieht sie sich auf die letzten drei Kalenderjahre. Das Finanzamt kündigt die Prüfung für gewöhnlich zwei Wochen vorher schriftlich an und teilt Ihnen mit, welche Steuerarten in Ihrem Unternehmen geprüft werden. Stellen Sie sich grundsätzlich darauf ein, dass

  • der Prüfer detaillierte Fragen stellen wird und die Bereitstellung aller relevanten Unterlagen erwartet.
  • die Betriebsprüfung während der üblichen Geschäftszeit in Ihren Geschäftsräumen stattfindet. In Ausnahmefällen kann die Prüfung beim Steuerberater durchgeführt werden.
  • die Prüfer grundsätzlich berechtigt sind, Ihre Grundstücke und Betriebsräume zu besichtigen.

 

Tipp: Steht die Prüfung vor der Tür, können Sie kaum noch etwas "bereinigen". Achten Sie also im alltäglichen Geschäft auf eine "saubere" Buchhaltung und Bilanzierung. Gerade wenn Sie keinen Steuerberater an Ihrer Seite haben, empfiehlt es sich, das nötige Know-how zu Steuerfragen bei Ihrer IHK einzuholen. Dort gibt es Seminare und Broschüren zum Thema.

 

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